im Zeitraffer
Flug über das Schanzengelände mit Sprung
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19. Jänner 1947

Im Jänner 1947 fanden in Tschagguns die Vorarlberger Landesmeisterschaften in der Nordischen Kombination und im Landesstaffellauf statt.1 Im Rahmen dieser Meisterschaften gab es am 19. Jänner ein Spezialspringen auf der Ing. Ohnebergschanze, bei dem Montafoner Sportler mehrere Podestplätze erringen konnten.

Klasse Top 3
Junioren 1. Köb Arthur (Dornbirn)
2. Vogel Walter (Dornbirn)
3. Jäger Rudi (Schruns)
Allgemeine Klasse 1. Matt Erich (Kleinwalsertal)
2. Tiefenthaler Gustl (Tschagguns)
3. Moosbrugger Gallus (Kleinwalsertal)
Altersklasse 1. Herrmann Jörg (Tschagguns)
2. Metzler Sepp (Bregenz)

Podestplatzierungen im Spezialspringen1

21. Februar 1947

Vom 18. bis zum 23. Februar 1947 fanden in Tschagguns und Schruns die ersten Österreichischen Skimeisterschaften der Nachkriegszeit statt. Ein besonderes Highlight dieser Meisterschaften war das Nachtspringen auf der Ing. Ohnebergschanze am 21. Februar. Die Idee für das Nachtspringen ging von Oberingenieur August Ohneberg aus. Er war es auch, der mit seinen Arbeitern vom Gampadelswerk die Installation der notwendigen Beleuchtungskörper und Scheinwerfer durchführte. Als sich der WSV Tschagguns zur alleinigen Finanzierung dieser Zusatzveranstaltung entschloss, die vom Verband Vorarlberger Skiläufer und vom WSV Schruns nicht mitgetragen wurde, stand dem ersten Nachtspringen Österreichs nichts mehr im Wege und die Montafonerbahn stellte sogar einen Sonderzug zur Verfügung, der um 22 Uhr 15 in Richtung Bludenz fuhr. Ursprünglich wollte man nur die besten 30 bis 35 Springer teilnehmen lassen, da die Mannschaftsführer der einzelnen Bundesländer jedoch erklärten, dass jeder Springer an diesem neuartigen Bewerb teilnehmen wolle, gab es schließlich 72 Springer.3 Jakob Brugger schrieb über diese Veranstaltung:

„Das Nachtspringen am Freitag, den 21.2.1947 war wohl eine der schönsten Veranstaltungen, die Tschagguns jemals sah. Es stellt für die Güte der Schanze insofern ein glänzendes Zeugnis aus, daß bei den bei den durchgeführten 216 Sprüngen kein einziger Sturz zu verzeichnen war, lediglich ein Springer griff beim Aufsprung mit einer Hand in den Schnee und so galt dieser Sprung bei den Kampfrichtern als gestürzt. Den Sieg errang Josef Bradl aus Mühlbach in Salzburg. […]“ 4

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Veranstaltung ein großer Publikumserfolg war. Es gab im Montafon seitdem kaum mehr eine Sportveranstaltung mit 7.000 Zuschauern. 5 Es ist somit auch keine allzu große Überraschung, dass mit den Zuschauereinnahmen dieses einen Springens alle Auslagen vom Schanzenbau beglichen werden konnten. 6

23. Februar 1947

Einer der Höhepunkte der Österreichischen Meisterschaften von 1947 war das Spezialspringen auf der Zelfengroßschanze. Sieger war – wenig überraschend – wenn auch knapp, Josef Bradl. Juniorenmeister wurde der Tiroler Willi Steinegger.7

Der Reporter Franz Hausmann schrieb in der Zeitung Wiener Sport in Bild und Wort Folgendes über den Sprungbewerb:

„Bei diesem Wettbewerb konnte Tschagguns einen Rekordbesuch verzeichnen. Aus Tirol, Vorarlberg und vielen Kantonen der Schweiz waren Sonderautobusse gekommen. Fast 15.000 Zuschauer säumten die tief in den Wald hineingebettete Schanze.“ 8